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Änderung des Wahlrechts #Brexit #USWahl2016 #btw2017

Und wieder ist es passiert.
Die Alten bestimmen die Politik und diktieren den Jungen eine Zukunft, die sie selbst nicht auszubaden haben.

So geschehen beim #Brexit und nun bei der #USWahl2016.
Aber auch bei uns diktieren die Alten die Politik.

Daher ein Vorschlag, um das zu ändern:

Ganz provokativ:
Wir gewichten die Stimmen nach Alter, zum Beispiel in Abhängigkeit der Lebenserwartung.

Zum Beispiel so:
Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 100 Jahre.
Ein Wähler ist 18 Jahre alt.
100-18=82.
Die Stimme zählt dann 82 mal.

Wähler ist 30 Jahre alt.
100-30=70.
Die Stimme zählt dann 70 mal.

 

Weniger Provokativ:
Vermutlich leichter zu diskutieren wäre, die Stimmen je nach Alter so zu gewichten, das jeder Geburtsjahrgang das gleiche Stimmgewicht hat, unabhängig von der Anzahl der in diesem Geburtsjahrgang lebenden Wähler.

 

Auf jeden Fall wäre es meines Erachtens sinnvoll und zielführend, den Faktor Zukunft mit einzubeziehen.
Meine These: Wer für eine politische Entscheidung stimmt, deren langfristige Folgen er selbst nicht mehr erleben muss, stimmt egoistischer und weniger zukunftsorientiert ab. Der Rentner nimmt kurz und knapp die höhere Rente, egal wer sie zukünftig zu zahlen hat und egal, wie das gehen soll.
Der frustrierte alte Mensch, stimmt für den #Brexit, weil er sich nicht mehr die Mühe machen will oder kann, auf eine bessere EU zu hoffen. Lieber “denen da” noch mal einen mitgeben, bevor man in der kalten Erde versinkt.

Provokativ genug?

Ich freue mich auf jede Menge* Kommentare**.

 

 

*aber bitte den Gedanken einmal kurz annehmen und überlegen, ob nicht was dran sein könnte.

**und sorge mich ernsthaft um die Zukunft meiner Kinder, an die außer mir offensichtlich niemand mehr denkt. (Und damit meine ich GANZ SICHER NICHT, dass vielleicht die Idioten von der AfD daran dächten. Das tun die nämlich nicht. Die denken nicht oder noch mehr nur an sich als andere!!!)

Ruhig Blut

Es sind unruhige Zeiten in einem Deutschland, in dem die poltitsche Stimmung so schlecht ist, wie ich persönlich es bisher noch nicht erlebt habe. Die Vorkommnisse mit den brüllenden und grölenden Horden in Dresden am vergangenen Tag der Deutschen Einheit sind ein Ausdruck davon.
Die Presse ergeht sich wieder einmal in Schnappatmung darüber und die Politik ergeht sich in Vorschlägen von Verachtung bis hin zu der Idee, die AfD in Koaltionen einzubinden. Als Mensch , der intensiv Nachrichten liest, hört und sieht, als politisch interessierter Mensch kann es einem da schnell schwindlig werden.

Gott sei Dank bin ich etwas ruhiger geworden. atme, wie im Fall von Dresden, erst einmal kurz durch und vermeide es, meinen spontanen Gedankenregungen Ausdruck zu verleihen.

Die AfD - am Boden. Wo sie hingehört!

Ich habe gelernt, etwas geduldiger zu sein und nicht jedes mal sofort die erste spontane Meinung zu äußern. Ruhig bleiben und durchatmen. Nachdenken und Weiterdenken. Das würde ich mir insgesamt häufiger wünschen. Für mich, aber auch für alle anderen.

Ich glaube nämlich, dieses reflexhafte um sich Beissen füttert nur die Trolle. Denn bevor noch die Gedanken zu Ende gedacht sind, bevor noch die richtigen und wahren Argumente sich gefunden haben, bahnen sich schon Worte den Weg. Reflexhafte Worte, die nicht allzu oft nur generische Mahnungen oder gar Beschimpfungen sind. Oberflächlich und ungenau befeuern sie genau das, was sie eigentlich bekämpfen wollen. Das sie aufklären wollen.

Bezogen auf die AfD bedeutet das für mich:
Lasst sie reden, lasst sie sich selbst demontieren und sich selbst entlarven. Geht nicht immer sofort auf sie ein, schenkt ihnen nicht mehr Aufmerksamkeit als notwendig. Argumentiert ruhig und sachlich. Macht keine Vorwürfe, wo ihr nur den Anhängern einmal mehr Grund gebt, sich verfolgt zu fühlen. Gebt Ihnen aber auch keine Aufmerksamkeit im Sinne von "Sorgen ernst nehmen".

Nicht die Sorgen der AfD und ihrer Anhänger müssen ernst genommen werden. Ernst genommen werden muss allerdings die Frage, wer macht da Politik. Wer bestimmt die Geschicke, und geht es im Kern wirklich immer darum, dass es den Menschen besser geht? Auf einen Nenner gebracht - geht es noch um das Geminwesen? Geht es noch darum, die Welt stets ein wenig besser zu machen?
Oder ist Politik nur noch ein getrieben Sein. Ein ohnmächtiges hinterherhecheln hinter vermeintlichen Sachzwängen?

Wer den Glauben an die eigene Gestaltungskraft und Tatkraft aufgibt, hat verloren.
Wer seine Leitsterne und seine Vision einer anderen Welt nicht mehr kennt, hat verloren.

Und wer verloren hat, räumt das Feld für andere. Das sollte nicht geschehen. Aber - ruhig Blut.
So schwarz sieht die Welt gar nicht aus, auch wenn man es an manchen Tagen glauben mag.
Durchatmen und weitermachen - mit dem, was die Welt besser machen könnte.

Wer nicht hilft, der tötet mit

Der österreichische Außenminister Sebastian Kurz irrt sich im unten angeüfgten Bericht an einem entscheidenden Punkt, denn solange die Menschen keine Perspektive zum Bleiben in der Heimat haben, solange werden sie sich auf den weg machen.
Das beschwören eines Kampfes gegen die Fluchtursachen, ohne gleichzeitig tätig zu werden und ohne spürbar an einer Veränderung dieser Fluchtursachen mitzuwirken verhöhnt alle Geflüchteten und verhöhnt alle, die noch fliehen werden.
Ganz zuvorderst verhöhnt es aber die zahllosen Opfer und Toten.
Die Bevölkerung in Syrien wird abgeschlachtet und wenn ich es hätte, würde ich auch das noch drastischere Wort verwenden.
Mir ist es scheißegal, wer da auf wen schießt.
Solange die Weltgemeinschaft darin versagt, die Zivilbevölkerung zu schützen, solange hat diese Versammlung von Versagern die verdammte Pflicht, wenigstens Menschlichkeit denjenigen gegenüber zu üben, denen die Flucht vor dem sicheren Tod gelungen ist.
Wer nicht hilft, der tötet mit!


http://www.spiegel.de/…/sebastian-kurz-merkels-politik-ist-…

Wieder so ein Tag

Eigentlich ist heute ein schöner Tag.
Ich habe frei, weil wir das Wochenende auf einer Hochzeit verbringen werden. Die Sonne scheint und die Kinder haben ihren letzten Schultag vor den Sommerferien.

Dann stehst Du auf, trinkst eine Tasse Kaffee und nimmst das Handy zur Hand.

Nizza – was zur Hölle ist da in Nizza passiert?

Ich kann das gar nicht glauben. Was man nicht schon alles in seinem Leben an schrecklichen Nachrichten gelesen hat. Aber das haut mich um.

 

Sofort die Frage – wie geht das?
Wie kann ein Mensch über eine Strecke von …
Einfach immer weiter und weiter?

Ich bin so fassungslos. Und sprachlos und entsetzt.

Warum denke ich an Mutter und Vater des Täters?
Daran, wie glücklich sie wohl waren als dieses Kind die Welt betrat.
In all jener Unschuld die nur ein neugeborenes Kind haben kann.
Was für eine Freude.

Und wie kann es geschehen, was ist da alles passiert, damit aus dieser Unschuld eine solche enthemmte Tat werden kann?

Ich kann es nicht begreifen. Ich kann es nicht verstehen.

Ich sende allen Opfern, Ihren Familien und Freunden und allen Betroffenen mein Mitgefühl.

#Brexit

Großbritanien hat sich entschieden und das mit einer denkbar knappen Entscheidung vor allem gemessen an der Tragweite, die weit über das Land hinausweist.

Ganz Europa und besonders Europas Presse verfallen in Schnappatmung und es wird munter spekuliert und geraten, was diese Entscheidung nun eigentlich bedeuten und bewirken kann.

Egal was passiert - es ist verheerend.

Denn diese vermeintlich demokratische Entscheidung entblösst die Schwächen der Demokratie:


Die Wahlanalysen zeigen - die Alten versauen den Jungen die Zukunft (sollte Euch übrigens bekannt vorkommen). Eine Entscheidung, die so sehr in die Zukunft vewrweist wird von jenen getroffen, die diese Zukunft am wenigsten noch erleben dürfen (müssen).
Hier wäre ganz klar darüber nachzudenken, ob nicht durch gewisse Formen der Stimmgewichtung ein Kräfteverhältnis hergestellt werden kann, das genau dies verhindert - das ungleiche Bevölkerungsgruppen ein Land spalten und Formen von Ungerechtigkeit schaffen, für die sie selbst nicht (mehr) gerade stehen müssen. Das einfach mal so als Denkanstoss.

Der zweite Denkanstoss:
Sollte man nicht darüber nachdenken, für Entscheidungen solcher Tragweite eine Wahlpflicht einzuführen und darüber hinaus eine Quote festzulegen, bei der die Entscheidung im Sinne des Begehrens akzeptiert wird? Jetzt stehen sich zwei nahezu gleich große Lager gegenüber und werden mit der Entscheidung leben müssen. Ein gespaltenes Land und die Folgen dessen sind ebenfalls noch nicht absehbar (Wird am Ende England ganz allleine da stehen? Was machen Schottland und Irland?).
Tatsache ist - dieses Referendum ist keine klare Entscheidung - müsste es aber sein. Meines Erachtens müsste man hier über andere Regeln nachdenken.

Die Diskussion ist eröffnet.