Skip to content

Was wenn …

… es keinen Winter mehr gibt?

Für mich persönlich ist der Winter immer die schönere Jahreszeit gewesen. Ich habe so tolle Erinnerungen an das Schlitten fahren, an das Ski fahren, an das Geräusch von knirschendem Schnee unter den Füßen …

Sommer mag ich auch – da war auch in der Kindheit vielleicht ein wenig mehr Freiheit und Licht und Wärme. Aber der Winter hatte diese Stille und Ruhe, diese Kälte, die so schön war, weil man wieder ins Warme konnte. Der Winter hatte eine Reinheit und Schlichtheit und Schönheit, die so ganz anders war als der Rest des Jahres.

Und der Winter hatte keine Mücken Zwinkerndes Smiley

Gedankenschnippsel - 1

Sein eigenes Leben zu leben, sich nicht beirren zu lassen und stets dem Herzen zu folgen statt sich von Zwängen durch die Welt schieben zu lassen ist eine Wunschvorstellung. Man will uns glauben machen dass wir frei sind, frei sein könnten. Doch lassen wir uns nichts vormachen. Niemand , der nicht ganz alleine in der Welt ist kann jemals völlig frei sein. Vielleicht der Eremit, vielleicht der einsame Denker in seiner Kammer, vielleicht gelingt es uns als Illusion, wenn wir uns ganz einer Sache widmen, uns für diese eine Sache eine Zeitlang nicht beirren lassen, uns abkapseln und uns in eine zeitweilige Einsamkeit verabschieden. Eine produktive Einsamkeit, eine künstlerische, eine geistige Einsamkeit. Dann treten wir gleichsam aus uns heraus und kehren unser Innerstes nach Außen um es später dann, im Außen als unser Innerstes zu präsentieren. Aber geht das? Das Innere im Außen zu zeigen, es gar erklären zu wollen. Zu behaupten da wäre sie dann - die Freiheit?

Aber was wäre sie dann - diese Freiheit des Inneren im Außen? Sie wäre etwas, dass beschrieben werden will, erklärt werden soll, sie wäre keine Freiheit, es wäre nicht einmal mehr ein Inneres, das noch nur dann das Innerste sein kann, solange es - eben - Innen ist. Und doch liegt etwas Freiheit darin, nur eben nicht mehr die eigene.

Das Innere nach Außen gekehrt ist nicht mehr es selbst. Es ist etwas Neues, Ein Versuch, Und häufig ein Versuch, der einlädt, der Mut macht, den anregt und manchmal auch aufregt. Es ist etwas, dass die Welt reicher macht, weil es eben noch verschlossen und quasi nicht existent in der Welt nun als etwas Neues nach Außen tritt. Sichtbar wird, lesbar, hörbar, unfassbar, Und das selbst anfasst. In die Gedanken anderer eindringt, dort zum Inneren eines anderen wird. Wieder Innerstes wird. Neu eindringt. Ja - eindringt in das Innere, also auch sinnlich ist in einem Sinne der uns berührt, uns verändert, stärkt und schwächt.

Und da ist sie wieder - die Freiheit. Dann doch in uns drin um das Neue, das Eingedrungene in uns aufzunehmen und zu unserem zu machen. Zu unserem Innerste. Solange wir es da drin lassen, es aufnehmen, absorbieren, modellieren, in uns anpassen und uns an es anpassen, solange sind wir frei damit.

#ExitGroko

Die GroKo hat den Termin zur Veröffentlichung Ihrer Halbzeitbilanz verschoben, in der Hoffnung mit einer Einigung in der Causa Grundrente den zweifelnden SPD-Anhängern noch ein Argument zu liefern, die GroKo doch noch irgendwie OK zu finden.

Also da habe ich ja schon mal gleich das erste Problem - die “GroKo” - die Beteiligten der Regierung können da meinetwegen Bilanzieren was sie wollen, die eigentliche Bilanz ziehen wir - die Genossinnen und Genossen an der Basis. Wir mögen zwar nicht in dem Maß gefragt werden wie wir uns das wünschen, denn es steht ja noch gar nicht fest, wer denn die “offizielle” Bilanz zieht und wer und wie die Schlüsse daraus gezogen werden, aber Eines steht dennoch fest:
Wir - die Genossinnen und Genossen an der Basis - wir - die Basis und das Fundament der SPD werden unsere Schlüsse daraus ziehen und der Impact auf die Partei wird gewaltig sein. Unabhängig davon wie es ausgehen wird.

Ich jedenfalls habe meine eigene Bilanz und die sieht nicht anders aus als bei der Abstimmung über die Regierungsbeteiligung der SPD. Ich war - und bin immer noch - gegen die große Koalition, weil sie unsere Land ungeachtet der Regierungsarbeit (ungeachtet der konkreten Gesetze) weiterhin spaltet, weil sie unsere Demokratie desavouiert, weil sie die Menschen immer weiter von der Politik wegtreibt.

Der Erfolg der Blauen ist nach wie vor der sichtbare und fühlbare Beweis für einen unübersehbaren Widerwillen, von einem grauen Brei regiert zu werden. Nichts und niemand gibt echte Orientierung, weil außer verbalen Beteuerungen, man hätte eine Haltung, niemand mehr eine Haltung hat.
Politischer Streit und politische Auseinandersetzung in der Sache, unterfüttert mit Grundhaltungen und echten, unverrückbaren Überzeugungen? Nicht existent außerhalb von Sprechblasen.

Im Personalwesen gibt es den Begriff der “inneren Kündigung”. Ein interessantes Konzept, welches beschreibt, wie sich Arbeitnehmer peu á peu aus ihren Unternehmen zurückziehen. Ich empfehle die Beschäftigung mit diesem Konzept und es wird niemanden verwundern, wie viele Ähnlichkeiten dieses Konzept mit der Haltung vieler Menschen in unserem Gemeinwesen hat. Das passiert, wenn Menschen ohne Einfluss bleiben, ohne Erfolge, ohne Fortkommen und stets fremdbestimmt für den Erfolg anderer arbeiten sollen.

Die Dauerinstitution GroKo hat sehr viele Menschen in Deutschland in die “innere Kündigung” getrieben und dafür gesorgt, dass sie sich entweder verabschieden aus dem politischen Diskurs oder nach Wegen suchen, wie sie selbst wieder wirksam und spürbar an politischen Entscheidungen sich beteiligen können.

Die große Koalition ist und bleibt in meinen Augen ein Totengräber des politischen Diskurses. Sie macht Haltung und Überzeugung zu netten Attributen als ob es darum ginge, auf einer Dating-Plattform mit kleinen Schwindeleien die erste Hürde zu einem Treffen zu nehmen. Aber wie in echten Beziehungen, wie im echten Leben . wenn jemand keinen Charakter hat, dann kann man sich nicht in ihn oder sie verlieben. Eine schöne Hülle mag eine Weile gefallen und zufrieden stellen. Für eine dauerhafte, fruchtbare und zukunftsfähige Beziehung brauch es da schon mehr.

Ich möchte gerne wieder eine Beziehung haben zu meiner SPD, ich möchte gerne wieder besser spüren, warum ich sie mehr mag als die anderen Parteien. Mit dieser Sehnsucht stehe ich vermutlich auf der selben Seite der Suchenden, auf der selben Seite wie viele CDUler, wie viele Wechselwähler, wie viele Grüne und wie alle, denen Haltung, Zuverlässigkeit und Aufrichtigkeit wirklich etwas bedeuten.

Denken

Denken

 

Eigene Gedanken denken.

Der Anderen Gedanken denken.

Die eigenen Gedanken denken.

Neu und immer wieder.

Denken - selbst denken - anders denken.

Denken und prüfen und denken.

Gedanken denken, Worte sprechen.