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Klingt gut, ist es aber nicht (1)

Die AfD ist wahrlich eine populistische Partei, wie sich an vielen Ihrer “Forderungen” erkennen lässt.
Da ist z.B. der Vorschlag, die Mehrwertsteuer um sieben Prozent zu senken.

Da denkt sich manch einer – ja – da haben alle gleichermaßen was davon und die einkommensschwachen Bevölkerungsschichten werden deutlich entlastet.

Nur – das ganze ist ungerecht, denn die Vermögenden haben wieder am meisten davon, abgesehen von der Tatsache, das diese Aktion schlappe 70 Milliarden Euro Steuereinnahmen kostet.

Wieso aber profitieren wieder die Vermögenden am meisten?

Ein einfaches Beispiel: da kauft sich jemand ein Auto für schlappe 80.000€ und gleich noch eins für Sohn oder Tochter für 25.000€, macht zusammen 105.000€.
(Und ja – das kommt genau so vor!)
Jetzt zahlt dieser jemand 19.950€ Mehrwertsteuer. Bei zwölf Prozent wären es 12.500€

Er spart also 7.350€.

Das Steuerfreie Existenzminimum in Deutschland, der sogenannte Grundfreibetrag beträgt aktuell 8.820€ pro Jahr.

Weiter führe ich das nicht aus, wer das nicht versteht, dem ist nicht zu helfen.

Lyrik - Gedankenfetzen

Ein Tag

 

wo es anfängt

wo es endet

wo es neu beginnt

ist Licht- ist Dunkel

wo eben noch nicht

ist gleich gewesen

war noch wird - und wird schon war

und

wo es anfängt

wo es endet

ist nicht klar

ist ein Tag

5 Autos und ein Baum

In den letzten 20 Jahren haben wir 5 verschiedene Autos gefahren.

Ein Opel Kadett Kombi.
Ein Opel Astra F Kombi.
Ein Opel Astra G Limousine.
Eine Mercedes E Klasse Kombi (W210K).

Und nun einen Dacia Logan MCV.

 

Alle diese Autos haben und hatten diese ganz besondere Sonderausstattung.

 

Ein kleiner Papierstreifenmit unserem Namen. Ein Namensschild, eine Reservierung quasi, damit der Fahrer des LKW wusste, welcher Teil seiner Lieferung für uns, zunächst aber für mich bestimmt war.
Der Fahrer – Mitarbeiter der Baumschule Bösen belieferte uns am 25.07.1997.

Anlass dazu war zunächst der 24.07.1997 – aber auch der 26.07.1997.
Was er lieferte war eine Kastanie. Mein Hochzeitsgeschenk an meine Frau. Also war der Anlass unsere Hochzeit – war der Anlass unsere Liebe. Das Schildchen hing am Baum und meine Frau hat es aufgehoben, band es an den Beifahrergriff unseres Opel Kadett und wir nahmen es mit in den Urlaub.
Seitdem fährt es in jedem unserer Autos mit.

Sie blüht dieses Jahr zum 20. Mal #hochzeitsbaum #kastanie

Ein Beitrag geteilt von Oliver Thömmes (@blogoli_original) am

Der Baum hat Geburtstag – die Liebe auch.

Ich habe keine Ahnung, in wie vielen Autos unser “Namensschild” noch mitfahren wird. Ich weiß nicht wie alt wir werden. Aber ich hoffe, der Baum wird sehr sehr lange noch vor unserem Haus stehen und von uns und unserer Liebe erzählen.

Ein Baum und fünf Autos später weiß ich jedoch eines ganz genau – auch in allen weiteren Autos die ich noch kaufen und fahren werde, soll am Griff der Tür der Beifahrerseite das immer gleiche Mädchen weiterhin diese Erinnerung anbinden. Diese Erinnerung soll mich begleiten und das Mädchen auch.

Auf viele weitere Tage, auf viele weitere Reisen.</>

Was man tun kann

Es gibt diese Phasen im Leben und im Nachdenken, in denen wirken manche Probleme so ausweglos und unlösbar, dass man schier verzweifeln möchte.
Unser Leben geht so sehr auf Kosten anderer Menschen, so sehr auf Kosten der Natur, so sehr auf Kosten der nächsten Generationen und die Nachrichten dazu haben fast ein apokalyptisches Ausmaß.
Bienen und Insektensterben, Wasserknappheit und Hunger, ungerechte Arbeit und ungesunde Arbeit in globalem Ausmaß, Armut selbst in den wohlhabenden Nationen – die Liste ist lang und wird immer düsterer.

Das ist das Gefühl – aber es ist auch die Wahrheit. Und es ist allzu menschlich, dass man es im Alltag verdrängen möchte, dass man Veränderungen des eigenen Verhaltens aufschieben möchte, weil man doch selbst so gefangen ist in seinen eigenen “unlösbaren” Problemen.

So betreiben wir “Problemprokrastination” und haben alle gute Gründe. Und das meine ich ernst!
Wir alle haben Dinge, die unsere ganze Energie benötigen und am Ende wollen wir alle auch einmal unbesorgt und unbekümmert sein und das ist auch eines Jeden Recht.

Was man aber tun kann ist – und dazu braucht es einen Moment der Besinnung und der Ruhe - zu reflektieren und nach den eigenen kleinen Möglichkeiten zu suchen, die Welt doch noch besser zu machen.
Und in der Summe vieler Kleinigkeiten vieler, vieler Menschen, die Welt doch noch zu verändern.

Das Licht, das man ausmacht.
Der kleine Fußweg, statt das Auto zu nehmen.
Zu warten, bis man genügend Wäsche für die Waschmaschine zusammen hat oder einfach mal etwas nicht kaufen, das man nicht braucht.

Diese Liste lässt sich um unendlich viele, einfache kleine Gelegenheiten erweitern, durch kleine Änderungen im Verhalten doch etwas zu bewirken.
Die Steigerung wäre es, diese kleinen Gelegenheiten zu dauerhaften Angewohnheiten zu machen. z.B. durch die Anschaffung von abschaltbaren Mehrfachsteckern, dem Kaufen der Milch beim Bauern nebenan, der dauerhaften Reduzierung des Fleischkonsums oder oder oder.

Es gibt so viele Dinge die im Grunde genommen kein Komfort sind – sondern einfach nur Gewohnheit. Die man also durch eine neue Gewohnheit verlustfrei ersetzen kann. Dazu muss man sein Leben nicht ändern und ganz wichtig – weil es für viele Menschen auch eine Angst sein kann – man muss nicht verzichten. Im Gegenteil gewinnt man sogar Unabhängigkeit und Freiheit und ein gutes Gefühl dazu.

Ein Beispiel wie ein Experiment zu einer dauerhaften Gewohnheit wurde – zu einer besseren Gewohnheit – könnt Ihr hier lesen:

Kastanien… ich wasch´dann mal