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Digitale Aufklärung

Dieses Buch ist nicht mehr ganz neu und angesichts der rasend schnellen Veränderungen bei Digitalisierung und Internet könnte man sich fragen, warum ein Buch aus dem Jahre 2013 zu diesen Themen noch aktuell sein sollte.

Dazu kann ich nur empfehlen es zu lesen – denn ungeachtet der Kritikwürdigkeit, beispielsweise der Annahme, wir hätten es im Internet eher mit anpassungsfähigen und kommunikationsbereiten Menschen zu tun, werden viele Themen angerissen und beschrieben, so dass man ein recht umfängliches Bild des Themas Digitalisierung erhält.

Seine Stärke liegt darin, viele Themen zu versammeln und gleichzeitig zu fragen, wie wir künftig mit der Digitalisierung leben können und wollen.

 

Koalitionsvertrag (1)

Ich möchte gerne einmal ein wenig kleinlich sein und an einem ganz winzigen Schnipsel ein Beispiel geben, woran ich meine Beobachtung festmache, dass unsere Politiker “abgehoben” sind, bzw. wie man mit Floskeln und Allgemeinplätzen und deren stetiger Wiederholung wirklich wichtige Tatsachen völlig entwerten kann.


Koa1

“… und dafür sorgen, dass die Bürgerinnen und Bürger sicher und gut leben können.”

  1. 1. In Summe leben wir bereits sicher und gut
  2. 2. Besonders leben wir sicher. M.E. ist die Betonung solcher “Selbstverständlichkeiten eine Kapitulation und ein Kotau vor Rechtspopulismus a la AfD.
    Warum also so wenig Selbstbewusstsein? Sagt es den Leuten “Unser Land IST sicher. Wir müssen es nicht sicher machen!!!
    Klar können wir besser werden darin, aber es IST sicher.

Ich stolpere sehr häufig über solche “winzigen” – in meinen Augen – Ungenauigkeiten. Die Vielzahl solcher “Stolperer” lässt mich manchmal verzweifeln weil ich denke, dass die ganz konkreten Dinge dadurch vernebelt und vergessen werden.

Atomkraft Nein Danke

Wir leben in einer Gegend, die ziemlich genau in der Mitte zwischen Cattenom und Tihange liegt. Das sind jene beiden Kernkraftwerke, die nicht nur uralt sind (gemessen am Fortschritt der Technologie), sondern schon lange Zeit durch nichts anderes Nachrichten produzieren als durch immer weitere Störfälle und Abschaltungen.

Besonders Tihange ist in den vergangenen Tagen wieder in der Presse weil sich herausgestellt hat, dass Tihange 1 durch massive Störungen auffällt, die bisher so in der Öffentlichkeit nicht bekannt waren.

Die nun bekannten Störfälle in Tihange 1 werden als sogenannte Precursor-Vorfälle bezeichnet. Frei übersetzt heißt das, es sind Störfälle, die entweder als Vorbote eines GAU oder als Vorstufe eines GAU gewertet werden können. Damals, als Tchernobyl sich in einer ungeheuren nuklearen Wolke über ganz Europa entlud, stellte man im Nachhinein fest, das es genau solche Vorfälle gegeben hatte und man den GAU in Tschernobyl hätte verhindern können, wenn man diese Art von Störfällen richtig eingeordnet und als Warnung verstanden hätte. Nun sind also solcherlei Vorfälle für den Reaktor Tihange 1 bekannt geworden und man reibt sich verwundert die Augen – wo doch bisher die Aufmerksamkeit auf den Reaktoren Tihange 2 und Tihange 3 lag, die durch Rissbildungen an den Reaktorbehältern als besonders gefährlich gelten.
In der Region Aachen und inzwischen weit darüber hinaus fühlt man sich in Deutschland von diesen Reaktoren bedroht, zumal im Falle eines Reaktorunfalls der größte Teil der nuklearen Niederschläge in Deutschland und nicht  in Belgien niedergehen dürfte.

Diese Widerstände in Deutschland haben inzwischen eine lange Tradition und führten dazu, dass sich ausgehende von den Protesten in Aachen immer weitere Regionen und auch Bundesländer zusammenschlossen und nun in Belgien gegen den Betrieb von Tihange Klage eingereicht haben. Auch unsere Bundesregierung ist mit zarten Worten unterwegs und “bittet” die Belgier in einer unerwartet und eigentlich unangemessenen Zurückhaltung darum, diese Reaktoren nicht weiter zu betreiben. Den Forderungen diesen Bitten mit deutlich mehr Nachdruck nachzugehen, bzw. sich als Bund den Klagen der Regionen und Bundesländern anzuschließen weicht man immer wieder aus. In erster Linie mit dem Hinweis auf die Nationale Souveränität Belgiens. Für mich ist das ein schwaches Bild, welches unsere Bundesregierung hier abgibt.

Diesem Argument, das man sich eben nicht in nationale Angelegenheiten anderer Staaten einmischen könne, möchte ich aber etwas entgegensetzen und habe daher eine Online-Petition ins Leben gerufen.
Die Belgischen Atommeiler bedrohen in der Tat Millionen von deutschen Bürgern, darüber kann man sich leicht ein Bild verschaffen wenn man sich nur die Mühe macht fünf Minuten im Internet zu surfen.
Und das diese Meiler so klaglos und “reibungslos” laufen, dazu leisten ausgerechnet wir aus Deutschland einen wesentlichen Beitrag. Nämlich in dem wir aus Lingen und Gronau Brennelemente nach Tihange liefern (und übrigens auch nach Cattenom in Frankreich)

Wie widersinnig ist das, das im Falle eines Reaktorunfalls in Belgien unser eigenes Gift auf unsere Köpfe regnet?

Nun gibt es auch immer wieder die Aufforderung an unsere Regierung, an unser Bundesumweltministerium diese Lieferungen einfach nicht mehr zu genehmigen. Aber oh Wunder – auch hier wird mit dem Hinweis auf eher allgemeine Verpflichtungen und den mangelnden Beweis der Unsicherheit der Reaktoren abgewiegelt.

Damit möchte ich mich nun wirklich nicht zufrieden geben. Und genau dahin richtet sich meine Petition.
Das nämlich im Bundestag beschlossen werden soll, diese Lieferungen nicht mehr stattfinden zu lassen.

Tihange wird oftmals als eher eingegrenztes Problem betrachte. Ein Problem das nur die ganz im Westen gelegenen Regionen betrifft. Aber das stimmt nicht. Im Fall ganz ungünstiger Wetterbedingungen würde eine Wolke nuklearer Strahlung bis hin nach Berlin reichen können. Weite Teile NRWs und Rheinland-Pfalz könnten unbewohnbar werden.
Als Bewohner letztgenannter Region fordere ich meine Regierung auf, mindestens da tätig zu werden wo es in ihrer eigenen Hand liegt.

Keine Brennelemente aus Deutschland für Cattenom, Keine Brennelemente aus Deutschland für Doel und Keine Brennelemente aus Deutschland für Tihange.

Reibung erzeugt Wärme

Manchmal helfen ja Analogien um Dinge zu erklären und um sie verständlich zu machen.

Für viele Menschen ist Deutschland ein kaltes Land. Sie fühlen sich ausgeschlossen, stehen draußen vor der Tür und frieren.
Andere wiederum stehen quasi in der Tür und wissen, “noch ein kleiner Schubs”, dann stehen auch sie im Regen.
Und wieder andere sind einfach nur müde – auch dann friert man leicht.


Seit vielen Jahren, nein seit Jahrzehnten hören sie die immer gleiche Leier von der sozialen Gerechtigkeit, die endlich einmal an Stelle der Schere treten müsse. Jener unsäglichen, sich immer weiter öffnenden Schere.
Der Einkommens- und Vermögensschere.

Was ich damit beschreiben möchte?
Es ist kalt in Deutschland.
Wir frieren.

Aber dem gegenüber - ein Stillstand und ein #weiterso

Die Menschen haben eine Sehnsucht. Das sich endlich einmal etwas verändert. Das Versprechen gehalten werden und diese soziale Ausgrenzung und soziale Kälte weniger wird.

Und wie wir wissen – Reibung erzeugt Wärme!
Ist doch klar, dass von der SPD  erwartet wird sich zu reiben an der CDU.
Damit Reibung entsteht und am Ende Wärme herauskommt.

Kuscheln hilft nur wenigen – reiben, Wärme, besser noch Hitze erzeugen.
Macht unser Land wärmer und wohnlicher.

Also auf SPD – trau Dich – reib Dich!