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Lyrik - Gedankenfetzen

Ein Tag

 

wo es anfängt

wo es endet

wo es neu beginnt

ist Licht- ist Dunkel

wo eben noch nicht

ist gleich gewesen

war noch wird - und wird schon war

und

wo es anfängt

wo es endet

ist nicht klar

ist ein Tag

Menschlichkeit

Menschlichkeit

nicht - einer nur
und nicht - nur einer nicht
ein jeder – alle
sind gleich an würde, recht und freiheit

 solange das gesprochen werden muss
wird es gesprochen
solange das gebrochen wird
muss es gesprochen werden

ein jeder ist  unteilbar gleich
an jenen Menschenrechten

denn das ist menschlichkeit
ohne wenn und aber

Faszination

Faszination

Überraschend
Unerwartet

Vollmondhaft leuchtend
Himmelblau und Frühlingsgrün

Bekannt und dennoch immer wieder neu
Erwartet unerwartet
E
rwartet überraschend

Frühling
Erwartet
Unersättlich grün

 

So lange schon

So lange schon

die tage gehen weiter, genau so schnell und schneller
einer geht und einer kommt
tage ebenso wie menschen
menschen ebenso wie tage

immer weiter einfach weiter

und dann denkt man doch daran
an diesen einen tag
an diesen einen menschen
und einen kleinen moment lang steht

die welt dann still

im denken und gedenken
wo einer dann für immer bleibt
menschen ebenso wie tage
tage ebenso wie menschen

 

Lyrik am Urlaubsabend

Tag danach

Gestern Terror während ich im Garten schwitze
Urlaub – frische Luft

Nachrichtenwelt überschlägt sich
Internet überschlägt sich
mir geben Schaufel und Muskelkraft den Takt

heute der zweite Tag im Garten
der zweite Tag des Terrors
es schmerzen die Muskeln
es schmerzt die Seele

meine Welt riecht nach frischer Erde
nach Frau und Kindern
nach frisch geschlagenem Holz im Wald
nach Heimat und zu Hause

die Welt da draußen riecht nach Bomben, Blut und Dummheit
ich bleib hier – frische Luft