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Zufälliger Eintrag: Waffenexporte
< #Gartenliebe | Queen of Soul >

Wo bleibt der Mensch?

Die politischen Entwicklungen in Deutschland erfüllen mich schon seit geraumer Zeit mit Sorge. Die thematische Zuspitzung der Politik auf nur ein Thema das, wenn man den Ängstlichen Glauben schenkt, gar zur „Schicksalsfrage Europas“ werden könnte.
Gemeint sind hier Flucht und Migration.

Die Diskussionen darum spalten unser Land, unser Europa, spalten die ganze Welt.

Sie spaltet uns weil sich eine Frage Raum bricht, die niemals gestellt werden dürfte:
Welches Menschenleben ist lebenswert und welches nicht?

Ja, so sehe ich das. Es könnte drastischer nicht sein, aber wir sprechen gerade darüber, ob wir Menschen sterben lassen, weil?
Ja – weil?

Man muss es so verkürzen und man muss es so zuspitzen, denn nichts anderes ist es, worüber wie gerade diskutieren. Um das Sterbenlassen. Es ist eine Diskussion darüber, legitimierten Mord zu begehen. Denn das ist es – Töten durch Unterlassen – im vollen Wissen, dass wir Menschenleben aufrechnen gegen die angebliche „Bewahrung“ unserer Demokratien.

  • Weil sie dem sozialen Unfrieden und den Problemen durch diese Form der Einwanderung durch Flucht nicht gewachsen seien.
  • Weil diese Form der Einwanderung mit all ihren Besonderheiten der kulturellen Unterschiede zu den Geflohenen Teilen der Bevölkerung „Angst“ macht und wir uns die Frage stellen sollen, was dies für unsere Gesellschaft bedeuten kann und ob unsere Gesellschaft das leisten kann.
  • Weil es die „Sozialsysteme“ belaste und denjenigen unserer Gesellschaft Konkurrenz mache, die selbst zu wenig haben.
  • Weil – ja warum eigentlich?

Ich bin dieser Entwicklung so überdrüssig. Diese Diskussion und diese Argumente sind so falsch. Sie leugnen den Menschen.

Ich bin ein Mensch. Du auch. Und es gibt keinen Unterschied zwischen Dir und mir, wenn es darum geht, wessen Leben mehr wert ist. Es gibt diesen Unterschied nicht, denn das ist die große Übereinkunft in unserer globalen Welt, ungeachtet von Kulturen, Religionen und Nationalitäten. Das versprechen uns die Menschenrechte. Unteilbare und gleiche Rechte für jeden Menschen auf dieser Welt.
Wir stellen diese Rechte gerade in Frage, wir sägen an dem einzigen Grundpfeiler unserer Weltgemeinschaft, schaffen das Versprechen auf eine Welt in Frieden ab.
Klar – das ist in weiten Teilen Utopie. Aber es ist die letzte Utopie die bleibt. Das ist das Ziel, das ferne Ziel in einer fernen Zukunft und dennoch ist es auch im Hier und Jetzt ein Wegweiser, der besonders in schwierigen Zeiten, im Dunkel und bei Nebel uns einen Weg gewiesen hat. Über diesen Wegweiser hängen wir jetzt das Tuch des Wegsehens.

Das kann und will ich nicht akzeptieren. Wir können und dürfen nicht den Menschen aus dem Blick verlieren. Das gilt in so vielen Hinsichten:

  • Hartz IV? Eine Problemmasse
  • Arbeitslose? Eine Legion.
  • Die bürgerliche Mitte? Eine anonyme Schnittmenge.
  • Rentner? Viele, zu viele um es genau zu sehen. Was wollen die?
  • Existenzbedrohte? Wer genau? Alleinerziehende. Prekär Beschäftigte.
  • Nicht wertgeschätzte? Beamte. Polizei. Rettungsdienste. Feuerwehr. Politiker. Erzieher. Beschäftigte im Gesundheitswesen.
  • Flüchtlinge? Viele. Zu viele?

Das ließe sich so fortsetzen. Weiter und immer weiter aufgliedern in die unterschiedlichsten Gruppierungen. Und das ist es was wir machen. Wir überlegen ständig, welche Personengruppe, welche „Zielgruppe“, welche „Wähler“ etwas tun, denken, brauchen, ...

Aber wir haben es verlernt den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und ein Versprechen zu geben an jeden Einzelnen.
Ein Versprechen, das da lauten müsste: DU! Du bist nicht allein. Wir alle kümmern uns gemeinsam darum, dass ein jeder alles hat, damit die Versprechen von Würde und Gleichheit an Rechten keine hohlen Floskeln sind. Denn das sind sie: die Versprechen des Grundgesetztes sind zu hohlen Floskeln und leeren Versprechen verkommen. Nicht das Individuum, nicht der Mensch sind mehr im Blick unserer Gesellschaft, sondern nur noch „zielgruppengeleitete Interessen“.

Das müssen wir ändern. Wir müssen den Menschen wieder finden im Reden und im Handeln. Dann – ja dann ...

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