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Buffer Overflow

Ich bin schon seit Ewigkeiten Internetnutzer, Hardcoresurfer, Onlineshopper, Suchmaschinenquäler und was immer man auch sonst noch an Internetnutzung erwähnen kann. Ich habe Accounts in ziemlich allen sozialen Netzwerken, twittere und habe meinen Blog. Ich habe Webseiten erstellt, habe vier Domains und kenne mich so einigermaßen aus. Ich lese Nachrichten ausschließlich Online, kommunziere per Mail, Voicemail und Videotelefonie. Ich erledige eine Menge Sachen Online, habe meine zahlreichen Internetfähigen Geräte weitestgehend vernetzt, bin online mit PC, Netbook, TablePc und Smartphone und gehöre sicher zu denen die man gemeinhin als Netizen bezeichnet. Daher auch mein Interesse an Blogs und Netznachrichten und Netzpolitik.

Und was ist die Folge davon?

Ich konsumiere Unmengen an Informationen, die sich fein säuberlich in meinem Hirn vernetzen und ablagern, hätte alle Möglichkeiten um davon in meinen Netzwerken und vor allem in meinem Blog zu profitieren und kann mic dennoch gar nicht mehr entscheiden, worüber ich hier schreiben soll.
Politik? - Momentan zu bescheuert!
Wirtschaft? Politik hoch 2!
Internet? - Wird alles schon hundertfach kolportiert!
Netzpolitik? - Zu viele Diskussionen von der falschen Seite her betrachtet. Einfach meist am Thema vorbei!
Social Media? - Dumpfbacken oder Hypeabhängige! Entweder nix verstanden oder alles so unfassbar toll und wichtig!

Aber was ist passiert?

Es scheint so zu sein, das eine übermäßige Beschäftigung mit einem Thema eben nicht dazu führt, darüber kommunizieren zu können. Entweder man hat schon Alles gelesen oder man hat Angst sich eine Blöße zu geben. Die Themenvielfalt erschlägt und es gibt keinen Fokus mehr. Zu was soll ich mich entscheiden? Woran muss ich denken und was muss ich vermeiden? Bis all die zu bedenkenden Dinge bedacht worden sind ist das Thema schon nicht mehr interessant.

Will heißen . im eigenen Kopf geschieht das Gleiche wie in den Medien. Es wird eine Sau nach deer anderen durch das Dorf getrieben. Bloss das ich als Person meine Verbalergüsse dann lieber runterschlucke, als mich in die lange Reihe derer zu begeben, die eigetlich gar nicht wissen worüber sie schreiben sollen und dann eben über das Schreiben, worüber die andern auch schreiben. Denn das worüber die anderen schreiben ist ja wohl das, was zur Zeit interessant ist.

Gefehlt - denn wenn ich mich daran erinnere, wann und was ich gerne gebloggt habe, was mir wichtig war, dann sind das auch diejenigen Beiträge, die mir die meisten Reaktionen eingebracht haben. Da ergaben sich dann kontroverse Unterhaltungen, gab es positives Feedback und auch mal eine schallende Klatsche, wenn man sich sponta zu was hinreißen ließ. Das entscheidende aber war - ich habe aus eigenem Interesse geschrieben. Für mich. Meine eigene Meinung einfach niedergeschrieben.

Und da muss ich wieder hin. Denn wozu betreibe ich den ganzen Aufwand mit Hard- und Software? Damit ich es habe und dann nix mehr damit anfange? Nö.

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