blogathe hat das Thema Landtagswahlen aufgegriffen und schon interessante Kommentare dazu bekommen.
Soll man überhaupt wählen? Und warum soll man (oder nicht) wählen? Und vor allem wen soll man wählen?
Fragen über Fragen.
Eine, wenn vielleicht auch spielerische, dennoch ernstgemeinte Hilfe zur Orientierung bietet der Wahl-O-Mat.
Hier werden die aktuellen Programmaussagen der Parteien an den Besucher als Frage adressiert. Zu jeder Aussage nennt der Besucher seinen Grad der Zustimmung, ohne zunächst zu wissen, aus welchem Parteiprogramm die Aussage stammt. Am Ende zeigt eine Auswertung, welcher Partei man am nächsten steht.
Das Ganze wirkt vielleicht nur auf den ersten Blick blöd. Gerade für Nicht-Dauerinformierte Mitbürger eine gute Gelegenheit sich mit den politischen Themen unseres Bundeslandes vertraut zu machen. Hier hat man die Gelegenheit zu sagen, was einem wichtig ist und einen Fingerzeig zu bekommen, welche Partei dafür einsteht.
Kritik am Wahl-O-Mat gibt es allerdings auch von verschiedenen Seiten. So kritisieren z.B. die freien Wählergruppen, das Sie hier keine Berücksichtigung finden, und diese Kritik stimmt auch. Aber der Wahl-O-Mat soll ja auch nur ein Einstieg in da Thema Landtagswahl sein.
saeubenner schreibt Gebt acht auf die Tiere. Kein Zweifel, unser Umgang mit Tierhaltung und Allem was damit zusammenhängt ist bedenklich.
Und wie es nicht anders kommen konnte, folgt in den Kommentaren auch schon gleich der Hinweis, der Verbraucher mit seiner Geiz-ist-geil-Mentalität sei schuld an der Misere, zumindest hätte der Verbraucher die Macht an den bestehenden Zuständen etwas zu ändern.
Leute, so einfach ist das nicht!
Nicht der Verbraucher hat die Massentierhaltung erfunden. Nicht der Verbraucher produziert Tiere unter unwürdigen Umständen. Nicht der Verbraucher bricht Gesetze, die zum Schutze der Tiere und der Verbraucher gemacht wurden. Der Verbraucher verbraucht lediglich. Und einem Verbraucher, dessen Einkommen ständig schrumpft (und das sind nicht Wenige!!!), dessen Arbeitsplatz immer unsicherer wird, der in einer Gesellschaft lebt, die Multimedia- und Spaßprodukte höher schätzen als gutes Essen, soll nun vorgeschrieben werden, ausgerechnet er solle viel mehr Geld für Nahrung ausgeben oder gar auf bestimmte Nahrung verzichten oder sich einschränken?
Das wird nicht funktionieren!
Wenn wir wieder saubere Nahrung wollen, wenn Tiere unter anständigen Umständen gehalten werden sollen, dann muß dieser Umdenkungsprozess bei den Herstellern und Verkäufern beginnen. Begleitet werden muß dies durch eine gesellschaftliche Debatte fernab jeglicher Effekthascherei und ohne Stigmatisierung der Hersteller, Verbraucher oder sonstiger jeweiliger beteiligter Gruppen.
Der heutige Zustand ist der Status Quo, und somit die Stunde Null. Hier beginnt die Debatte.
Thüringens Ministerpräsident Althaus fordert die 42 Stunden Woche für Angestellte.
Na herzlichen Glückwunsch Herr Althaus! Außerdem soll der Beamtenapparat verkleinert werden, damit in der freien Wirtschaft mehr Arbeitsplaätze entstehen. Aha! Wir haben zu viele Beamte! Deswegen warte ich auch jedes Jahr nach der Einkommenssteuererklärung länger auf meine Rückerstattung. Deswegen fallen in der Schule so viele Stunden aus. Deswegen haben die Beamten auf den Arbeitsämtern? so wenig Zeit?
Seht geehrter Herr Althaus,
ich glaube Sie haben da was nicht begriffen. Mit Ihren sehr plakativen Äußerungen bleiben Sie eben nur an der Oberfläche, wie so viele Ihrer Kollegen die viel heiße Luft ohne jegliche Substanz verblasen.
Ihre Aufforderung, die Gewerkschaften sollen aufhören ihre Mitglieder zu instrumentalisieren ist mal wieder der bodenloseste Schwachsinn von allem! Die Mitglieder sind die Gewerkschaft! Die gewählten!!! Gewerkschaftsvertreter handeln also grundsätzlich im Sinne und im Auftrag ihrer Genossen. So etwas nennt man demokratisch. Wenn Sie das anders sehen sollten, haben Sie kräftig Ihren Beruf verfehlt, oder habe ich da was falsch verstanden, Herr Volksvertreter?