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2022

Neues Jahr - Neues Glück?
Ist es das, was wir wollen oder ist es einfach nur eine Floskel? Wollen wir "neues Glück"? Oder wollen wir nicht doch lieber ein wenig besinnlich sein, das Gute sehen das wir bereits haben? Wollen wir nicht einfach ein wenig zufrieden sein?

Ich glaube das ist es, was ich möchte. Nichts erwarten, mir nichts vornehmen, keine großen Pläne machen und nicht nach etwas suchen, dass ich vielleicht schon habe. Stattdessen etwas Bescheidenheit, Rückschau halten, Zufriedenheit finden und innere Mitte.
Wünsche sind schnell gedacht, gesprochen und - gewünscht. Aber Wünsche bergen auch immer ein wenig Unzufriedenheit in sich. Wünsche sprechen einerseits vom Fehlen und andererseits vom Wollen. Klar - Wünsche können motivieren, als Vorhaben oder Vorsatz verkleidet. Aber Wünsche sind eben immer auch Ausdruck einer Unvollkommenheit.

Ist unsr Leben unvollkommen? Fehlt etwas, sollte wirklich etwas anders sein?
Da ich das nicht immer so genau weiß, möchte ich eben in 2022 genau das. Einfach sein, einfach weitermachen. Lieben, Lachen und Weinen. Zusammen und gemeinsam sein mit den Menschen um mich herum. Aufstehen, Arbeiten, Essen, Schlafen, Freizeit haben, Spaziergänge machen, manchmal Nichts-Tun. Weitermachen also - nichts erzwingen und nicht unzufrieden sein.

Ich nehme das Leben - mein Leben - wie es ist. Und wie es eben auch gut ist und nicht unvollkommen oder mit einem Fehlen oder einem Mangel. Es ist wie es ist und es ist gut so. Und es gefällt mir.

Und auch die neuen Heruasforderungen die auf uns als Familie, die auf mich und meine Frau als Paar warten - auch diese neuen Herausfoderungen möchte ich begreifen als ein Weitermachen, als ein Weiter-So! Denn wir haben uns schon lange, leben lange gemeinsam, haben bereits viel gemacht und erlebt und auch bewältigt. Und genau so werden wir weitermachen und weiterleben. Irgendwie anders und doch genau so. Weitermachen in den Mauern unseres Alltags, unserer Erfahrungen, unserer Routinen und unserer Strategien. Und das wird gelingen, da diese Mauern auf einem soliden Fundament stehen.

Und dieses Fundament heisst Liebe.

Also wird 2022 wie 2021, 2020, 2019, 2018, 2017, 2016, ... und all die Jahre zuvor.
Es wird ein Jahr der Liebe.

siebzehnterzwölfterzweitauseneinundzwanzig

Dieser Tag war zugleich der schlimmste – und am Ende einer der schönsten Tage meines Lebens.
So wie das Leben geschenkt werden kann, kann es auch genommen werden. Es kann aber auch ein zweites Mal gegeben werden. Und das ist an diesem denkwürdigen Tag passiert.

Nach sehr langen Wochen bangen Wartens, Wochen voller Sorge und Angst, voller Ungewissheit, voller Wucht der zerstörerischen Kraft einer der willkürlichsten Krankheiten der Welt gestern die Erlösung.
Die Krankheit – der Krebs – kann mitunter nur durch radikale Maßnahmen nicht besiegt, aber entfernt werden.
So wie er uns herausgerissen hat aus unserem Leben, wurde er gestern herausgerissen aus dem Körper meiner Frau, Ebenso radikal und schonungslos wie er selbst, haben die Ärzte ihn entfernt. Und nachdem dann die letzten Untersuchungen an ihm abgeschlossen sein werden, wird er auf einem Müllhaufen landen, verbrannt werden, begraben oder was auch immer.

Und begraben werden wir ihn, auf seinem Grab tanzen und von nun an ein Fest feiern. Ein Fest des Lebens und ein Fest des Sieges der Liebe, der Kraft und der Zuversicht. Denn auch das war dieser Tag gestern. Ein Sieg der Liebe, ein Sieg des Mitfühlens und Mitfieberns. Ein Sieg des Beieinanderseins und des füreinander Da-Seins.

DAS! Und ganz vor allem Das haben getragen, geholfen und sicher auch geheilt. Das so viele Menschen bei uns waren, uns als Familie mit guten Gedanken, lieben Worten und taten überschüttet haben. Und von Ihrer Kraft schenkten und mit uns und bei uns waren.
Wenn Menschen bei Menschen sind, wenn wir menschlich sind, mitfühlend und empathisch, wenn wir solidarisch sind und Liebe schenken und empfangen, dann sind wir Menschen, dann ist die Welt ein guter Ort. Dafür bin ich dankbar.

Unendlich dankbar.

Der siebzehntezwölftezweitausendeinungdzwanzig ist von nun an der zweite Geburtstag meiner Frau, unser zweiter Hochzeitstag und unser zweites neues Kennenlernen. Unser zweites erstes Mal, unser zweiter erster Kuss – all das und noch viel mehr.
Er wird für alle Zeit der Tag sein, an dem wir die Liebe und Zuwendung sehen, die wir erfahren haben, der Tag, der uns in ein neues Leben führt.

Meine geliebte Frau, Freundin, Seelenverwandte, Lieblingsmensch – Du warst es, die diesen Krebs in Dir trug, Du warst es, die in all dieser Zeit um das eigene Leben fürchten musste. Du hattest die Ungewissheit auszuhalten wie niemand sonst und Du hättest Dich am meisten fürchten müssen, die meisten Ängste haben müssen.
Und doch warst Du es, die stark war und zuversichtlich. Die meiste Zeit ruhig und mit Geduld und in Vertrauen.
Du warst der Fels in der Brandung und hast mich durch diese Zeit getragen, uns allen Zuversicht gegeben und unsere Ängste und Sorgen gemildert. Du warst das Licht in der Dunkelheit und mehr denn je die Sonne in unserem Leben.

Ich Danke Dir für Dein inneres Licht, Deine Kraft und Deine Stärke. Auf diesem Fundament können wir jeden Weg gehen, den das Leben uns zeigt.

Mit Liebe im Herzen der Sonne entgegen und unsere Schritte im Takt von Glaube, Liebe, Hoffnung.

So gesehen

Freiheit.

Was wäre denn die eigene Freiheit wert ohne die Freiheit der Anderen?
Nichts - denke ich.

Der Wert von etwas bemisst sich ja unter anderem an der Möglichkeit der Abwesenheit und daran, dass es nicht uneingeschränkt "verfügbar" ist.

Und so auch ide Freiheit. Ihren Wert schöpft Sie daraus, dass sie für alle gleichermaßen gelten soll und sich dadurch gleichsam selbst beschneidet. Anders gesagt - Die eigene Freiheit ist auch immer die Freiheit der Anderen.

Regionaler Energieabgleich in der #EnergieRegionEifelkreis

Die Erzeugung regenerativer Energie schreitet - wenn auch langsam - weiter voran. Zwar gibt es inzwischen einige Hürden beim Ausbau von Windkraft und bei Solaranlagen, dennoch steigt der Anteil erneuerbarer Energien.
Zu diesem Thema gibt es so viel zu schreiben, dass man mitunter gar nicht weiß, wo man anfangen soll.
 
Ein wesentlicher Punkt ist aber die Steuerung der Netze und die Steuerung des Energieverbrauchs und in diesem Zusammenhang auch die Suche nach Möglichkeiten, regenerative Enenergie - insbesondere Strom zu speichern. Denn obwohl immer mehr Solar- und Windkraftstrom erzeugt werden (können), benötigen wir weiterhin Strom aus konventionellen Kraftwerken und importieren diesen zum Teil nach wie vor zum Beispiel aus Atomkraftwerken aus Frankreich. 
Einer der Hauptgründe dafür ist die schlichte Tatsache, dass Stromerzeugung und Stromverbrauch nicht immer gleichzeitig stattfinden und dadurch zum Erhalt der Netzstabilität und der Steuerbarkeit der Netze die Verwendung von Strom aus stets verfügbaren Stromquellen notwendig ist. Denn allen regenerativen Stromquelen außer der Wasserkraft ist es gemein, dass Sie eben nur dann Strom erzeugen, wenn Wind geht oder die Sonne scheint.
Dadurch kommt es häufig zu Situationen, in denen zwar Wind geht, dennoch aber die Windkrafträder abgeschaltet bleiben um die Netzstabilität zu gewährleisten.
 
Hier kommt der sogenannte regionale Energieabgleich ins Spiel, der neben den Speichermöglichkeiten von Strom eine wesentliche Rolle sowohl für die bessere Verwendung von regenerativer Energie eine Rolle spielt, als auch die Verwendung von regenerativer Energie mit der Stabilität der Netze besser in Einklang bringt.

Im Grunde meint der regionale Energieabgleich dies:
Erzeugung von Strom und die Verwendung von Strom werden in einer abgegrenzten Region aufeinander abgestimmt. Und zwar in der Form, dass immer dann, wenn ein großes Angebot von Wind- und Sonnenstrom besteht, große Verbracuher diesen Strom abnehmen. Dadurch kann dieser Strom dann eingespeist werden ohne das Netz zusätzlich zu belasten und Windräder können laufen und müssen nicht abgeschaltet werden. In Summe führt der regionale Energieabgleich dann zu einem mehr an regenerativem Strom der tatsächlich erzeugt und verwendet wird.
 
Ein Beispiel:
In der Wasserversorgung werden bisher die Hochbehälter zur Zwischenspeicherung des Wasser meist in der Nacht gefüllt. In früheren Zeiten war das in mehrerer Hinsicht sinnvoll. Denn dieser nächtliche Stromverbrauch sorgte für eine gleichmäßigere Auslastung der Kraftwerke, für eine Entlastung der Netze und war zudem auch noch günstiger. Ebenso werden auch heute noch Nachtspeicherheizungen (der Name sagt es) in der Nacht mit Energie "betankt".
Durch einen regionalen Energieabgleich sollen in der Zukunft in regionalen Netzen nun Stromverbrauch und Erzeugung in Echtzeit miteinander verknüpft werden. Mit der Einführung von intelligenten Zählern an den Verbrauchsstellen, durch eine technische Vernetzung von Verbrauchsanlagen mit den Stromnetzen soll es möglich werden, einen Stromverbraucher dann einzuschalten, wenn ein großes oder gar ein Überangebot von regenerativem Strom vorhanden ist.
Also die Sonne scheint, der Wind weht, es steht mehr Strom zur Verfügung und wir sorgen nun dafür, dass in exakt diesem Moment die Pumpen der Hochbehälter diese mit Wasser füllen und Heizungen auch am Tage aufgeladen werden.
 
Für diese Form der Netzsteuerung ist eine Menge Technik notwendig und eine Verbindung der Netze, der Erzeugungsanlagen und der Verbrauchsstellen durch Schnittstellen wie das Internet und Mobilfunk. Und weil das so komplex ist, soll es eben auf regionaler Ebene geschehen, mit einem weiteren, positiven Effekt. Erstens bleibt die Aufgabe auf regionaler Ebene eben doch irgendwie überschaubar und zweitens entlastet die regionale Steuerung die Netze dadurch, dass der Strom nicht über weite Strecken transportiert werden muss, sondern die Erzeugung und der Verbrauch in direktem regionalen Zusammenhang gesteuert werden. Noch dazu ist dies effektiver, da beim Transport von Strom in den Leitungen Energie verloren geht, wobei dieser Energieverlust mit der Länge der Transportstrecke dann immer weiter zunimmt.
 
In Summe ist der regionale Energieabgleich effektiver, sorgt für eine höhere Auslastung der regenerativen Erzeugungsanlagen, entlastet das Stromnetz und ist ergo in Summe ein großer Schritt in Richtung Umweltschutz, da gleichzeitig immer weniger Strom in konventionellen Kraftwerken hergestellt werden muss.
Damit ist diese Form der Steuerung genauso wichtig wie die Entwicklung von Speichermöglichkeiten für Strom.
Ein sehr gutes Beispiel übrigens für den Ausbau einer Region in Richtung des regionalen Energieabgleiches findet man in der Eifel ganz im Westen des Landes im Eifelkreis Bitburg-Prüm. Als Vorreiter dieser Idee baut man dort eine große Verbundtrasse für Wasser, Gas, Strom und Datenverkehr, die als zentrale Versorgungsader verschiedene Netz verbindet, die Möglichkeit zur Steuerung von Erzeugung und Verbrauch eröffnet und ganz nebenbei auch noch weiteren Technologien, wie zum Beispiel der Erzeugung von Wasserstoff, den Weg ebnen kann.
 
Wenn wir also wollen, wenn wir neue Technologien einsetzen, dann steht einem weiteren Abbau von konventionellen Kraftwerken trotz eines steigenden Stromverbrauches insgesamt nichts im Wege. Allerdings müssen wir mehr investieren in Ideen wie diesen regionalen Energieabgleich, in Speichermöglichkeiten wie Pumpspeicherkraftwerke, aber auch in eine effizientere Technik. Am Ende können und werden wir fossile Energieträger überflüssig machen, auch wenn es bis dahin noch viel zu tun gibt.

Energiewende

Mitunter kann man einfach nur den Kopf schütteln, weil man die Welt nicht mehr versteht.
Wir erzeugen in Deutschland mehr Strom als wir brauchen, exportieren ihn in Summe sogar.
Zugleich müssen wir Strom importieren und tun dies ausgerechnet aus Frankreich und insofern wohl am ehesten Strom aus Atomkraft.

Um die Energiewende weiterhin voranzubringen, benötigen wir also massive Investitionen, um Strom und Energie spreichern zu können. Nämlich den überschüssigen Strom aus Sonne und Wind, den wir nicht produzieren (weil überschüssig am Tage) und daher importieren (bei Windstille und Nacht).

Was wir also brauchen sind Pumpspeicherkraftwerke, zentrale Wärmespeicher und was es ansonsten noch so an Speichermöglichkeiten jenseits von Batterien gibt.

Da sind Ideen und Innovationsgeist gefragt, zum Beispiel, indem man Energie in Form von Lageenergie speichert. Ein Beispiel dafür ist es, riesige Betonklötze mit einem Ktan zu stapeln, wenn Stromübeschuss da ist, und die Stapel wieder abzubauen, wenn Energie benötigt wird.
Viele kleine Ideen zur Stromspeicherung sind genauso gefragt, wie die vielen kleinen Ideen und Möglichkeiten zur Stromerzeugung.