Man kann das einfach so stehen lassen. Das macht den Reiz von Twitter aus. Es ist vielfältig, manchmal einfältig, mal sinnvoll, dann sinnlos, aber immer wieder in seiner reduzierten Einfachheit kommen Dinge daher, die sind dann einfach so, wie sie sind. Einfach und wahr. Den nächsten Tweet, also diesen jetzt, das kennt dann hoffentlich jeder von uns:
Manchmal riechen meine Klamotten noch nach dir – das ist dann der beste Moment am Tag.
Der Kommentar von Anja Reschke in der ARD stieß auf viel Zustimmung, auch auf meine, zumal mich das "Dagegen-Halten" zur Zeit beschäftigt. Daher möchte ich meine Zustimmung zu diesem Kommentar gerne verdeutlichen, indem ich ihn hier "einbette".
Der Aufstand im Warschauer Ghetto ist gleich ein doppeltes Sinnbild für die Menschenverachtung und den dumpfen Rassismus der Nazis. Sammeln, Zusammenpferchen, Deportieren und umbringen. Und der verzweifelte Kampf dagegen führt dann dazu, dass man gleich vor Ort und Stelle erschossen wird.
Diese Brutalität und Unmenschlichkeit und diese stumpfe innere Abkehr von allem menschlichen wollen wir nie wieder in Deutschland haben. Und schon gar nicht wollen wir jemals wieder so in die Welt hinaus gehen.
Und doch: Alles war schlecht, ein “Es war ja auch nicht alles schlecht, was …” gibt es nicht. Da gibt es wirklich nichts, das man isoliert betrachten könnte.
“Aber…” – Es gibt kein aber. Weder vorher noch nachher. Man muss die Klappe aufmachen. Jedes Schweigen, jedes herumlamentieren, jedes “aber” ist ein Ja. Ein Ja zu menschenverachtenden Ansichten, ein Ja zu einem Sack voller Lügen und ein Ja zu einer nicht zu fassenden Menge an Dummheit und Hass. Dazu sage ich NEIN! Und ich sage es laut.